12 March 2026, 10:03

Bayern stellt Vorabzahlungserinnerungen ein – Steuerzahler müssen jetzt selbst aktiv werden

Eine alte deutsche Postkarte mit einem roten Stempel und der Aufschrift "Gesimnacks & Co. & Co." darauf.

Bayern stellt Vorabzahlungserinnerungen ein – Steuerzahler müssen jetzt selbst aktiv werden

Bayerisches Finanzamt stellt Versand von Vorabzahlungserinnerungen ein

Das bayerische Landesamt für Steuern versendet ab sofort keine Mahnungen mehr an Steuerzahler, die an bevorstehende Zahlungstermine erinnern. Die Änderung tritt umgehend in Kraft und bringt das Bundesland damit in Einklang mit dem Rest Deutschlands. Auch vorgefertigte Überweisungsträger werden künftig nicht mehr den amtlichen Schreiben beigefügt.

Bisher war Bayern das einzige Bundesland, das Steuerzahler noch schriftlich an anstehende Fälligkeitstermine erinnerte. Alle anderen Regionen hatten diese Praxis bereits eingestellt. Künftig erhalten Bürger keine Vorabhinweise mehr zu Zahlungsfristen.

Als Hauptgrund für die Umstellung nannte die Behörde den Rückgang papierbasierter Transaktionen. Die bisher beigefügten Überweisungsvordrucke entfallen ebenfalls. Stattdessen empfiehlt das Finanzamt die Nutzung des SEPA-Lastschriftverfahrens, um Zahlungen automatisch und fristgerecht abzuwickeln.

Wie viele bayerische Steuerzahler im Jahr 2023 auf diese Erinnerungen angewiesen waren, geht aus offiziellen Zahlen nicht hervor.

Die Änderung bedeutet, dass Steuerpflichtige künftig selbst für die Einhaltung der Fristen sorgen oder auf automatisierte Zahlungsmethoden zurückgreifen müssen. Wer bisher auf die papierbasierten Hinweise vertraute, muss sich nun umstellen. Ein alternatives Benachrichtigungssystem hat die Behörde nicht angekündigt.

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