Bayern München jagt 50 Jahre alten Torrekord – doch Legende Maier bleibt skeptisch
Mia KochBayern München jagt 50 Jahre alten Torrekord – doch Legende Maier bleibt skeptisch
FC Bayern München steht kurz davor, seinen eigenen Bundesliga-Torrekord aus der Saison 1971/72 zu brechen. Mit bereits 97 Treffern in dieser Spielzeit hat die Mannschaft 16 Tore mehr erzielt als jede andere Mannschaft zu diesem Zeitpunkt der Saison.
Unterdessen hat Club-Legende Sepp Maier seine Gedanken zum modernen Fußball geäußert und die heutige Liga mit seiner aktiven Zeit als Spieler verglichen.
Maier, der über 700 Spiele für Bayern bestritt und viermal Deutscher Meister wurde, ist überzeugt, dass die heutige Bundesliga nicht mehr die Intensität seiner Spielertage besitzt. Er argumentiert, dass die Liga schwächer geworden sei und es weniger wirklich starke Gegner gebe. Seiner Meinung nach sind Bayerns gelegentliche Niederlagen eher dem Glück als echter Konkurrenz geschuldet.
Auch die Bedeutung des bevorstehenden Torrekords relativierte Maier. "Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden", erklärte er und zeigte sich unbeeindruckt davon, dass die Marke aus der Saison 1971/72 fallen könnte. Trotz seiner kritischen Haltung zur heutigen Ligaqualität erkannte er die Stärke von Vincent Kompanys Mannschaft an – und wünschte dem Verein sogar ein weiteres Triple.
Der Kontrast zwischen Maiers Ära und der heutigen Bundesliga könnte größer nicht sein. Während er in einer Zeit spielte, in der Trainingsmethoden und Professionalisierung noch weniger ausgeprägt waren, profitieren moderne Vereine heute von Globalisierung und besseren Ressourcen. Bayerns Dominanz gründet sich dabei auf finanzielle Übermacht, kluge Transfers und die Beschränkungen der 50+1-Regel, die Konkurrenten in ihren Investitionsmöglichkeiten einschränkt. Diese Faktoren haben die Kluft zwischen dem Rekordmeister und dem Rest der Liga weiter vergrößert.
Bayerns Offensive schreibt derweil weiter Geschichte: Mit 97 Toren in dieser Saison scheint der Rekord von 101 Treffern aus 1971/72 in Reichweite. Maiers Aussagen unterstreichen, wie sehr sich die Liga verändert hat – sowohl im sportlichen Wettbewerb als auch in den Strukturen, die den modernen Fußball prägen.






