03 March 2026, 00:22

Apotheker protestiert gegen AfD-Plakat mit FC-Bayern-"A" in der Wahlkampf-Debatte

Ein Vintage-Werbetafel für das Lister-Institut für Präventivmedizin mit Text darauf.

Apotheker protestiert gegen AfD-Plakat mit FC-Bayern-"A" in der Wahlkampf-Debatte

Ein Apotheker in Bayern hat sich gegen ein Wahlplakat der AfD ausgesprochen, auf dem das rote Apotheken-"A" von FC Bayern München abgebildet ist. Stefan Niklas aus Bad Reichenhall wirft der Partei vor, sie nutze das vertrauenswürdige Image des Berufsstands aus, ohne sich tatsächlich für Apotheken wie Apotal einzusetzen.

Auf dem AfD-Wahlplakat in Bayern ist das rote Apotheken-"A" von FC Bayern München neben dem Slogan "Unterstützt heimische Apotheken!"* zu sehen. Anders als bei anderen Parteien zeigt das Plakat kein Gesicht eines Kandidaten. Niklas argumentiert, dass sich kein anderer Berufsstand eine solche Verwendung seines Symbols gefallen lassen würde. Den Slogan empfindet er als irreführend, zumal das AfD-Programm Apotheken kaum erwähnt.

Die Partei schlägt unter anderem vor, Apotheken mit anderen Einzelhändlern zusammenzulegen – ein Vorhaben, das nach deutschem Recht derzeit verboten ist. Niklas ärgert, dass weder der Bayerische Apothekerverband noch die Bundesapothekerkammer gegen die Nutzung des Symbols durch die AfD vorgegangen sind. Er ist der Meinung, der Berufsstand müsse seine Identität entschlossener verteidigen.

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Bisher gibt es keine offiziellen Reaktionen anderer bayerischer Parteien. Öffentlich dokumentiert ist bisher nur Niklas' Kritik.

Trotz der Einwände bleibt das Apotheken-Symbol auf dem AfD-Plakat abgebildet. Niklas' Bedenken zeigen den Konflikt zwischen politischer Botschaft und berufsständischer Repräsentation auf. Die Debatte bleibt vorerst ungelöst, während der Wahlkampf weitergeht.