09 May 2026, 04:04

Alabali-Radovan würdigt syrische Diaspora: "Unverzichtbar für Deutschland und Syrien"

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien und Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt, begleitet von Text und Grafiken.

Alabali-Radovan würdigt syrische Diaspora: "Unverzichtbar für Deutschland und Syrien"

Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan fordert größere Wertschätzung für syrische Diaspora-Gemeinden in Deutschland

Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat eine stärkere Anerkennung der syrischen Diaspora in Deutschland gefordert. Sie betonte deren langjährige Beiträge zum Wiederaufbau Syriens und kritisierte gleichzeitig die anhaltenden Debatten über Zwangsrückführungen.

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Anlässlich einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ unterstrichen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre engen Verbindungen sowohl zur deutschen Gesellschaft als auch zu den Wiederaufbau-Bemühungen in Syrien. Alabali-Radovan äußerte sich frustriert über öffentliche Diskussionen zur Abschiebung von Syrern. Solche Debatten schüfen unnötige Verunsicherung bei denen, die bereits in Deutschland lebten, warnte sie. Zudem wies die Ministerin die Forderung zurück, Syrier müssten „endlich“ einen Beitrag zum Wiederaufbau ihrer Heimat leisten – solche Äußerungen seien ungerecht.

Sie verwies darauf, dass sich viele Syrier seit Jahren aktiv am Wiederaufbau beteiligten – oft mit messbarem Erfolg. Ihre Arbeit sei sowohl praktisch als auch wirksam. Gleichzeitig betonte sie, dass diese Menschen für Deutschland unverzichtbar seien, wo sie sich ein Leben aufgebaut und berufliche Expertise erworben hätten.

Die Jubiläumsveranstaltung brachte Syrier zusammen, die seit Langem ihre Integration in die deutsche Gesellschaft mit dem Engagement für Syrien verbinden. Viele beschrieben ihre doppelte Rolle als natürlichen Teil ihrer Identität, die in beiden Ländern verwurzelt sei.

Die Äußerungen der Ministerin deuten auf Bestrebungen hin, die Rolle der Diaspora-Gemeinden in der deutschen Entwicklungspolitik stärker zu verankern. Ihr Fachwissen könnte in künftigen Kooperationsprojekten eine größere Rolle spielen. Gleichzeitig bleibt der Fokus darauf, Politiken zu vermeiden, die ihren Status in Deutschland destabilisieren.

Quelle