30 April 2026, 02:03

Aiwanger wirbt für CSU-Bündnis: "Getrennt marschieren, vereint zuschlagen"

Eine Deutschlandkarte mit in Rot und Blau hervorgehobenen Bundesländern, um die Ergebnisse der Wahl von 2016 zu zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Aiwanger wirbt für CSU-Bündnis: "Getrennt marschieren, vereint zuschlagen"

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, befürwortet eine engere Zusammenarbeit mit der bayerischen Christlich-Sozialen Union (CSU). Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem beide Parteien nach Wegen suchen, ihren politischen Einfluss zu stärken. Aiwanger ist überzeugt, dass eine Partnerschaft seiner Partei helfen könnte, über ihre regionale Basis hinauszuwachsen.

Aiwanger schlug ein Modell vor, in dem die Freien Wähler und die CSU ihre Eigenständigkeit bewahren, in zentralen Fragen jedoch gemeinsam agieren. Er beschrieb dies als "getrennt marschieren, aber vereint zuschlagen". Sein Ziel ist es, liberal-konservativen Wählern eine konstruktive Alternative zu Protestparteien zu bieten.

Der Vorsitzende der Freien Wähler betonte zugleich die Notwendigkeit, dass seine Partei eigenständig wachsen müsse. Er warnte davor, sich zu sehr auf Bündnisse zu verlassen, da dies die eigene Position schwächen könnte. Gleichzeitig argumentierte er, dass eine stärkere Kooperation mit der Union (CDU/CSU) den Freien Wählern zu nationaler Bedeutung verhelfen könnte.

Bisher zeigte die Union jedoch wenig Interesse an einer formellen Zusammenarbeit. Aiwanger räumte ein, dass ein mögliches Bündnis auf Hindernisse stoßen würde. Der ehemalige CSU-Funktionär Peter Gauweiler hatte bereits eine "Allianz aus Freien Wählern und CSU" gefordert und damit die Debatte befeuert.

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Aiwangers Drängen auf Kooperation kommt zu einer Zeit, in der er dem aus seiner Sicht stattfindenden Linksruck in der deutschen Politik entgegenwirken will. Er möchte verhindern, dass enttäuschte Wähler zu Randparteien abwandern.

Die Freien Wähler stehen nun vor einem Balanceakt: Sie müssen ihre eigene Stärke ausbauen und gleichzeitig mögliche Partnerschaften mit etablierten Parteien ausloten. Ob die CSU dem Vorhaben gegenüber aufgeschlossen sein wird, bleibt vorerst ungewiss.

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