AfD verliert unerwartet Stimmen bei Rheinland-Pfalz-Wahl 2026
AfD verliert in rheinland-pfälzischer Landtagswahl 2026 an prognostizierter Stimmenanteil
Während der Wahlabend in Rheinland-Pfalz verlief, sank der prognostizierte Stimmenanteil der Alternative für Deutschland (AfD) bei der Landtagswahl 2026. Erste Hochrechnungen sahen die Partei bei 20 Prozent, doch mit fortschreitender Auszählung der Stimmen fiel der Wert später auf 19,5 Prozent. Diese Entwicklung löste Vorwürfe von Wahlfälschung aus, die von offiziellen Stellen jedoch zurückgewiesen wurden.
Bis 10 Uhr am Wahltag hatten 34 Prozent der Wähler in Rheinland-Pfalz ihre Stimme abgegeben, wobei ein gleicher Anteil per Briefwahl erfolgte. Die Wahlbeteiligung lag damit unter der von 2021, als die Briefwahl aufgrund der Pandemie stark angestiegen war – ein direkter Vergleich gestaltet sich daher schwierig. Vergleichbare Daten aus anderen Bundesländern lagen nicht vor.
Die frühen Prognosen von ARD und ZDF basieren auf unterschiedlichen Umfrageinstituten: Infratest Dimap für die ARD und die Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF. Zwar unterscheiden sich ihre Methoden und Stichprobenmodelle leicht, doch beide passen ihre Schätzungen im Laufe des Abends an. Die anfänglichen 20 Prozent für die AfD sanken, als die Briefwahlstimmen ausgezählt wurden – ein Muster, das bereits bei anderen Parteien zu beobachten war, deren Anhänger eher persönlich wählen.
Die AfD hatte ihre Unterstützer wiederholt davon abgehalten, per Briefwahl abzustimmen, unter anderem aus Misstrauen gegenüber dem System. Briefwähler entscheiden sich in der Regel früher und lassen sich weniger von späten Kampagnenereignissen beeinflussen, was ihre Wahlentscheidung schwerer vorhersehbar macht. Mit der Einbeziehung dieser Stimmen sank der Anteil der AfD – ein Trend, den die Landeswahlleitung als normal einordnete und nicht als Hinweis auf Manipulation.
Ein Facebook-Nutzer hatte nach dem Fall der AfD unter die 20-Prozent-Marke Manipulation behauptet. Behörden wiesen jedoch darauf hin, dass solche Schwankungen typisch sind, wenn Briefwahlstimmen – die oft anders ausfallen – hinzugezählt werden.
Das Endergebnis der AfD in Rheinland-Pfalz lag schließlich bei 19,5 Prozent, niedriger als in den ersten Prognosen. Der Rückgang spiegelt die schrittweise Berücksichtigung der Briefwahlstimmen wider, die sich häufig von den Stimmen vor Ort unterscheiden. Die Wahlbehörden betonten, dass der Ablauf den üblichen Verfahren entsprochen habe und keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.






