AfD's Versuche, Pfand für Bierkisten zu erhöhen, scheitern - AfD scheitert mit umstrittenem Pfand-Erhöhungsplan in Bayern
Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) ist mit einem Antrag im bayerischen Landtag gescheitert, der höhere Pfandbeträge für Mehrwegflaschen und Getränkekisten vorschlug. Die Initiative sah vor, das Pfand auf Glasflaschen auf 25 Cent und auf Kisten auf 5 Euro anzuheben – mit der Begründung, dies reduziere Müll und unterstütze Brauereien. Doch der Widerstand der etablierten Parteien stoppte das Vorhaben schnell.
Die AfD argumentierte, höhere Pfandgebühren würden Glasscherben in Innenstädten verringern und die Rücklaufquoten für Brauereien steigern. Harald Meußgeier, Abgeordneter der Partei, behauptete, bayerische Brauereien verlören jährlich 200 Millionen Flaschen und eine Million Kisten wegen sinkender Rückgabezahlen. Zudem präsentierte die AfD die Erhöhung als Maßnahme gegen Altersarmut, da das Flaschensammeln für Rentner attraktiver werde.
Doch der Verband Privater Brauereien Bayerns distanzierte sich trotz angeblicher Unterstützung durch die AfD von dem Antrag. Die Grünen lehnten die Idee als "schlecht durchdacht" ab und betonten, Pfandregelungen gehörten in die Hände der Getränkewirtschaft, nicht der Politik. Laura Weber von den Grünen nannte den Vorschlag "asozial und unterste Schublade", da er höhere Pfandbeträge mit der Sozialpolitik für Rentner verknüpfe.
Auch die Christlich-Soziale Union (CSU), die Freien Wähler und die SPD lehnten den Antrag ab. Die CSU bezeichnete ihn als reine Symbolpolitik, während Freie Wähler und SPD Bedenken zur Umsetzbarkeit und Gerechtigkeit äußerten. Auf Bundesebene bleibt die Regierung gespalten: Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) befürwortet eine moderate Anhebung, um steigende Kosten abzufedern, doch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) warnen vor zusätzlichen Belastungen für Verbraucher und Unternehmen.
Ohne Rückhalt der großen bayerischen Parteien scheiterte der AfD-Antrag. Die Debatte spiegelt die grundsätzlichen Konflikte wider, Umweltziele mit Verbraucherinteressen in Einklang zu bringen. Vorerst bleiben die Pfandbeträge in Deutschland unverändert – die Frage bleibt damit auf Landes- wie Bundesebene ungelöst.






