Abschied vom "Däpperle": Stinesser-Skilift wird nach 60 Jahren abgebaut
Lotta SchneiderAbschied vom "Däpperle": Stinesser-Skilift wird nach 60 Jahren abgebaut
Der Stinesser-Skilift in Fischen wird nach Jahrzehnten des Betriebs im Herbst abgebaut
Einst eine zentrale Route für die deutschen Skinationalmannschaften, spielte die Sesselbahn eine wichtige Rolle in der lokalen Skigeschichte. Ihre Stilllegung markiert das Ende einer Ära für die Wintersportgemeinschaft der Region.
Der 1963 erbaute Stinesser-Lift wurde von der Bergbahnen Fischen GmbH geplant und betrieben. Unter der Leitung von Geschäftsführer Josef Stinesser und der Gemeinde Fischen im Allgäu war er bis 1995 in Betrieb. Bekannt wurde die Bahn vor allem dafür, Skifahrer – darunter auch Spitzenathleten – mit den Pisten unterhalb des Maderhalm-Viertels zu verbinden.
Der lokale Historiker Toni Vogler spricht oft von der Bahn unter ihrem Spitznamen "Däpperle", wenn er über ihre Vergangenheit berichtet. Als eine von zwei beliebten Sesselbahnen in Fischen teilte sie sich das Gebiet mit dem Buckelwiesen-Lift, der weiterhin in Betrieb bleibt.
Die Entscheidung zum Rückbau folgt auf Jahre der Nichtnutzung. Zwar wird die Konstruktion bald verschwinden, doch ihr Erbe im deutschen Skisport bleibt bestehen.
Mit dem Abbau des Stinesser-Lifts bleibt nur noch der Buckelwiesen-Lift in Betrieb. Damit endet ein Kapitel der Skigeschichte Fischens – doch die Erinnerungen an die Anlage werden bei Einheimischen und Sportlern weiterleben.






