07 April 2026, 16:04

"5. September": Wie die Medien die Geiselnahme von München 1972 prägten

Luftaufnahme des Olympiastadions in München, Deutschland, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Stra√en, Fahrzeugen und Gras.

"5. September": Wie die Medien die Geiselnahme von München 1972 prägten

Ein packendes neues Drama mit dem Titel 5. September ist nach seiner gefeierten Premiere auf den Filmfestspielen von Venedig in den Kinos angelangt. Unter der Regie von Tim Fehlbaum untersucht der Film die Geiselnahme von München während der Olympischen Spiele 1972 und die Rolle der Medien bei der Prägung der Geschichte, als sich die Ereignisse live vor den Augen der Weltöffentlichkeit entfalteten.

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Im Mittelpunkt der Handlung stehen Journalisten des US-Senders ABC, die plötzlich von der Sportberichterstattung in die Live-Reportage über eine entsetzliche Geiselnahme wechseln müssen. Als israelische Athleten als Geiseln genommen werden, sehen sich Reporter und Produzenten mit ethischen Dilemmata konfrontiert: Wie lässt sich eine solche Tragödie verantwortungsvoll übertragen? Zum Ensemble gehören John Magaro als Geoffrey Mason, Ben Chaplin als Marvin Bader, Leonie Benesch als Marianne Gebhardt sowie Peter Sarsgaard als ABC-Manager Roone Arledge.

Gedreht wurde von Ende Februar bis Mitte April 2023 in München und Umgebung. Die Produktion verband neu gedrehtes Material mit Archivaufnahmen von ABC und rekonstruierte so die angespannte Atmosphäre des ersten live übertragenen Terroranschlags. Mit einer Laufzeit von 91 Minuten und einer Altersfreigabe ab 12 Jahren vereint der Film historisches Drama mit scharfer Mediensatire.

5. September erhielt bedeutende Förderung durch den Deutschen Filmförderfonds, den FilmFernsehFonds Bayern, HessenFilm und die Filmförderungsanstalt. Seit der Premiere am 29. August 2024 wurde der Streifen mit neun Lola-Auszeichnungen bedacht und ist zudem für den Oscar sowie den Golden Globe nominiert. Der Film läuft nun 2024 und 2025 weltweit in den Kinos an.

Der Erfolg des Werks unterstreicht seine kraftvolle Verbindung von Geschichte und Medienkritik. Indem er die Tragödie von 1972 aufarbeitet, zwingt er das Publikum, die Rolle des Journalismus bei der Formung des kollektiven Gedächtnisses neu zu überdenken. Die Auszeichnungen und die internationale Veröffentlichung bestätigen seine Wirkung – als fesselndes Drama und als nachdenklich stimmende Reflexion über Verantwortung.

Quelle